Zielgruppe

SPFH
Familien / Lebensgemeinschaften mit Kindern und Jugendlichen, deren Selbsthilfepotential aufgrund äußerer- und innerfamiliärer Faktoren zumindest in Teilbereichen belastet ist und die einen Bedarf an Hilfe zur Erziehung haben. Entscheidend ist hierbei, dass die Eltern oder Elternteile den Wunsch haben, aktiv an der Veränderung des familiären Alltags und / oder eigenen Verhaltens mit zu arbeiten. Oft haben massive materielle Probleme und familiäre Belastungen zu einer deutlichen Beeinträchtigung der Fähigkeiten zur Alltagsbewältigung und zur angemessen Erziehung der Kinder in der Familie geführt. Die Verhaltensauff älligkeiten der Kinder und damit verbundenen Erziehungsschwierigkeiten stehen somit nicht allein im Vordergrund, sondern werden als Symptom der familiären Belastungssituation gewertet.
Erziehungsbeistandschaft
Kinder, Jugendliche und deren Familien mit unterschiedlichen Familienkonstellationen, die aufgrund von verschiedenen Konfliktsituationen (schulische, familiäre, emotionale oder im emotionalen Umfeld angesiedelte) Unterstützung benötigen. Im Zentrum der Hilfe steht das Kind oder der Jugendliche. Die familiären Bindungen und Ressourcen zur Alltagsbewältigung müssen somit vorhanden sein, dass ein Verbleib des Kindes/ jugendlichen in der Familie auf Dauer gesichert ist.
Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung „INSPE“
Die Maßnahme ist notwendig und geeignet
  • für Jugendliche ab 16/17 Jahren und junge Volljährige deren Erziehung und Entwicklung auch mit stützenden oder ergänzenden Hilfen im Herkunftsmilieu nicht sichergestellt ist,
  • weil die Problembelastung in der Familie zu hoch ist/ oder die Auffälligkeiten des Jugendlichen/ jungen Erwachsenen vielfältig und gravierend sind
  • oder eine Rückkehr in die Familie aus anderen Gründen ausgeschlossen ist
  • für Jugendliche/ junge Erwachsene, die bei der Bewältigung persönlicher Krisen, der Gewinnung neuer Perspektiven sowie beim Aufbau eines eigenen Lebensumfeldes pädagogischer Unterstützung benötigen.
  • Eine wenn die bisher erreichten Erfolge eine Jugendhilfemaßnahme noch abgesichert und gestützt werden müssen.
  • Jugendliche/ junge Erwachsene, deren Lebensgeschichte durch erheblichen Mangel an emotionaler Zuwendung gekennzeichnet ist.
  • Junge Menschen ohne Ausbildung/ Arbeit, mit schwacher oder fehlender Normierung

Unter zu Hilfenahme der Eingliederungshilfe für seelisch behinderter Jugendlicher/ junger Erwachsener oder einer Bedrohung:

  • Jugendliche und junge Volljährige mit akuten Suchtmittelmissbrauch, Suchtmittel-abhängigkeit oder Abhängigkeitsgefährdung, die begleitet sein kann von Verhaltens-, Persönlichkeits-, und emotionalen Störungen, Störungen im Sozial-, Arbeits-, und Leistungsverhalten sowie psychischen Erkrankungen. Eine Bereitschaft zur Veränderung der jetzigen Lebenslage muss vorhanden sein.
  • Suchtkranke nach erfolgreicher Drogentherapie
  • Suchtkranke auch mit Doppeldiagnose
  • Psychisch kranke junge Menschen
  • Straftäter und Gefährdete mit einer psychischen Erkrankung (Maßregelpatienten)
Mutter-/Vater-Kind-Einrichtung nach § 19 SGB VIII
Die Mutter/Vater-Kind-Wohngruppe bietet 3-4 Plätze für Schwangere und Mütter/Väter ab dem 16. Lebensjahr und ebenso 3-4 Plätze für Kinder bis zum
sechsten Lebensjahr, die aufgrund ihrer persönlichen und familiären Verhältnisse nicht in
der bisherigen gewohnten Umgebung bleiben und aufgrund ihrer Problematik nicht
ausreichend mit ambulanten Hilfen betreut werden können.
Darüber hinaus finden Geschwisterkinder ebenfalls Aufnahme.
Prinzipiell handelt es sich bei der angestrebten Zielgruppe um junge Alleinerziehende, mit leichten bis mittleren Konsummustern, bei denen zumindest eine latente Kindeswohlgefährdung droht.
Der erfahrungsgemäße und besorgniserregende Hauptkonsum dieser Klientel besteht aus Crystal, oft auch im Mischkonsum mit Alkohol.
Kennzeichnend sind oft auch anhaltende Arbeitslosigkeit und abgebrochene Bildungswege.
Es scheint auch nicht unüblich, dass die noch nicht schulpflichtigen Kinder nicht in Kindertageseinrichtungen untergebracht werden, sondern zu Hause bleiben und somit auch keine strukturierten Angebote kennen lernen.
Aufgenommen werden
• Mütter/Väter, die aufgrund ihrer familiären Situation in der Herkunftsfamilie als
Schwangere oder mit Kind keinen Lebensraum finden.
• Mütter/Väter, die aufgrund von Schwierigkeiten in lebenspraktischen Fragen und
zur eigenen Haushaltsführung, sowie in der Versorgung und Erziehung ihres
Kindes noch Anleitung benötigen.
• Mütter/Väter, die aufgrund sozialer Defizite momentan nicht in der Lage sind,
eigenverantwortlich mit ihrem Kind zu leben.
• Mütter/Väter, die nur mit Hilfe einer Betreuung ihre schulische oder berufliche
Ausbildung neben der Versorgung ihres Kindes abschließen können, um
zukünftig selbstverantwortlich für sich und ihr Kind zu sorgen.
• Mütter/Väter, bei denen eine Mitwirkungs- und Kooperationsbereitschaft besteht
und
• die mit dem neuen Lebensabschnitt konkrete Ziele verbinden und persönliche Perspektiven entwickeln möchten.
Nicht aufgenommen werden – nach Einzelfallprüfung – Schwangere/ Mütter/Väter mit
• akuten psychiatrischen Erkrankungen
• akuter Suizidalität
• Geistiger- und körperlicher Behinderung, die einer speziellen Förderung bedürfen

Dienst am Menschen